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Transport Fever – Ein würdiger Nachfolger?

Transport Fever – Ein würdiger Nachfolger?

Urban Games veröffentlicht heute den Nachfolger zur bekannten Aufbausimulation Train Fever. Der Nachfolger nennt sich Transport Fever und übernimmt das Grundgerüst von Train Fever und soll es um einige Dinge wie Flugzeuge und Schiffe sinnvoll erweitern. Ob das so gut geklappt hat, ist hier in unserem Review zum Spiel nachzulesen.


Ein holpriger Start

Das Spiel wurde für die Presse Reviews in einer Beta-Version ausgegeben, welche laut Urban Games noch bis zum Release verbessert werden solle. Sie wollen dabei die restliche Zeit nutzen um Leistungsoptimierung, den Gleisbau und diverse kleine Verbesserungen der Sicht- und Bedienoberfläche zu verwirklichen.

Transport Fever startet mit einem klassischen Hauptbildschirm, wo man durch verschiedene Menüs das Tutorial, die Kampagne, das Freie Spiel, das Laden eines Spielstandes, die Einstellungen und den Ausgang finden kann. Das Menü ist im Allgemeinen gut strukturiert und übersichtlich. Der Blick in die Einstellungen zeigte einige Einstellmöglichkeiten auf und wir haben zuerst die grafischen Einstellungen auf sehr hoch gestellt. Unter anderem kann man auch verschiedene Einstellungen an Audio, der Steuerung, der Oberfläche und erweiterten Einstellungen vornehmen.

Die Auflösung wurde nativ auf 2.560 x 1,440 Pixel gestellt. Dies entspricht der Auflösung des verwendeten Monitors. Hinsichtlich der Auflösung hatte das Spiel jedoch so seine Probleme, denn der Mauszeiger wollte anschließend nicht mehr in die rechte untere Ecke gehen und stoppte schon früher, wie wenn der Monitor zu klein wäre. Ebenso waren bei der vorhin eingestellten Auflösung die Schriften und Texturen pixelig.

Die konnte durch zeitweises Einstellen des Fenstermodus (Alt+Enter) und anschließender Auflösung von 1.920 x 1.082 (Vollbild) gelöst werden. So waren die Texturen scharf und man konnte auch die rechte untere Ecke mit der Maus erreichen.


Das Tutorial und die Kampagne

Nach dem die Einstellungen vorgenommen wurden, wurde das Tutorial von uns gestartet. Das Tutorial beginnt man bei einer von drei Missionen. In diesen Missionen muss man verschiedene Aufgaben wie das Bauen und verbinden von Bahnhöfen machen. Dies ist durchaus gut gelungen und das Tutorial zeigt die Grundinhalte, die auch in Train Fever zu finden waren. Jedoch wurde in keinster Weise auf die neuen Inhalte wie die Schiffe und Flugzeuge eingegangen. Und dafür sollte ein Tutorial eigentlich existieren.

In diesen drei Missionen wird man von Beginn an durch eine Sprachausgabe begleitet. Die Stimme klingt warm & freundlich und möchte das Tutorial und die Kampagne gut begleiten, jedoch werden bei den Missionen immer die ganzen Texte die im Missionsfenster stehen vorgelesen. Dies kann nach kurzer Zeit nervig sein, denn die Texte sind durchaus lange.

Ansonsten ist dies gut gelungen und manche werden sich gerne lieber alles Vorlesen lassen als der Stimme selbst voraus zu sein. Das Tutorial fühlt sich abgestimmt und meist gut durchdacht an. Die Levels sind gut designet und bieten eine tolle Umgebung, um das Spiel besser kennenzulernen.

Die Kampagne in Transport Fever ist in Amerika und Europa eingeteilt. Dort sind jeweils 7 Missionen zu bestreiten, die wie vorhin schon erwähnt ebenfalls von der Sprachausgabe begleitet werden. Bei der Kampagne sind die Aufgaben durchaus gelungen und man bekommt ein gutes Gefühl für das Spiel. Die zu erreichenden Medaillen sind ein nettes Extra. Da wir euch hier keinen Spoiler geben wollen was ihr in den Missionen erreichen müsst, lassen wir dies hier aus.


Das Freie Spiel

Neben der Kampagne gibt es wie schon bei Train Fever das freie Spiel. In diesem bekommt Ihr ein Budget von Gläubigern zur Verfügung gestellt. Dies wird dazu benötigt, seine eigene Transport Firma groß raus zubringen. Zu Beginn ist es immer eine Frage, ob man mit der Personenbeförderung oder der Logistik starten möchte. Da man von Train Fever durchaus gewöhnt war, dass man mit der Logistik schneller Geld verdienen kann haben wir damit begonnen.

Dies klappte in Train Fever schon sehr gut. Man muss wie in Train Fever einzelne Waren-Ketten verbinden, um so möglichst viel Profit zu erzielen und gleichzeitig vielleicht noch eine oder zwei Städte wachsen zu lassen. Man beginnt bei einer Firma die etwas produziert wie zum Beispiel Stein aus dem Steinbruch. Dieser kann zu einer weiteren Firma durch LKW’s transportiert werden, welche aus dem Stein Baumaterialien machen. Dieser wiederum kann in eine Stadt transportiert werden, welche diese Ware durchaus benötigen kann, um zu wachsen.

So geht das immer weiter und die Wege zwischen den Firmen sind durchaus groß, jedoch verdient man hier seine ersten Tausende Dollar relativ schnell und sicher. Im Gegensatz zu dem steht der Personenverkehr, welcher innerstädtisch durch Busse und Trams erzielt werden kann. Intercity Beförderungen können neben einem Bus auch durch die Bahn gestaltet werden. Diese ist im Bau und in der Wartung wesentlich höher, kann jedoch schnell auch zu größerem Andrang der Fahrgäste führen und dadurch größere Mengen Geld geben. Dieses ist aber auch schnell verloren, sollte der Plan mit der Bahn nicht ganz aufgehen.

Im späteren Spiel kann man sich auch an Schiffen und Flugzeugen probieren, während die Bevölkerung bei uns diese beiden Beförderungsmethoden eher abgelehnt haben.


Die Probleme

Transport Fever bietet neue Inhalte jedoch auch Altlasten durch Train Fever und Probleme im Spiel. Das Problem mit der Auflösung hatte ich persönlich schon bei Train Fever und hat sich wohl auch in Transport Fever eingeschlichen, sollte es nicht an dem genutzten Testsystem liegen. Dennoch hat das Spiel auch viele Probleme bei der Performance gemacht.

So stürzte das Spiel ab, da man ein Gleis bauen wollte und die Höhe des Gleises verstellt wurde. Hier kann man empfehlen, dass man die Auto-Save Funktion auf 1 Jahr stellt, dass der Spielstand nicht zu stark unter einem Absturz leidet. Das Spiel ruckelte während des Spielens und das lag nicht an der Auto-Save Funktion. Diese Ruckler traten oft auf und vermiesen einem durchaus den Spaß am Spiel.

Das Laden von Spielständen dauerte lange und dabei stürzte Transport Fever ganze zwei Mal ab. Abgesehen von diesen Problemen, die es gab, macht Transport Fever durchaus Spaß beim spielen.


Train Fever vs. Transport Fever

Beim Spielen von Transport Fever fühlt man sich sehr an Train Fever erinnert. Die Grundinhalte wurden von Train Fever übernommen und verbessert. Die Menüs haben grafisch eine Verbesserung bekommen und wirken frischer und schneller. Im Allgemeinen könnte man denken man spielt Train Fever mit DLC’s. Denn die Schiffe und Flugzeuge könnten auch per DLC nachgereicht worden sein.

Transport Fever wirkt besser wie Train Fever. Ist besser durchdacht und ein vollwertiges Spiel. Während einem bei Train Fever das Gefühl aufkommen konnte, ein unfertiges Spiel zu spielen ist dies bei Transport Fever nicht der Fall. Die Bevölkerung scheint jedoch gelernt zu haben und die Beförderung fällt einem durchaus leichter. Des Weiteren lassen sich die KI-Charaktere gefühlt mehr auf das eigene Transport Unternehmen ein. Die Logistik-Linien sind besser dargestellt und es macht Spaß ein eigenes „Speditionsunternehmen“ aufzubauen.

Außerdem brachten Schiffe im Test bezüglich Waren wenig, denn die angelieferten Waren wurden nicht auf das Schiff aufgeladen und verschifft. Unsere Flughäfen wurden nicht gefüllt. Diese waren auch durch Bus- oder Bahnlinien an einzelne Städte angebunden und sollten weit entfernte Städte miteinander verbinden. Nur hatte man wohl keine Lust auf das Fliegen.

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Fazit & Wertung

Im Allgemeinen kann man das Spiel für Genre-Fans weiterempfehlen. Das Spiel ist frischer und an vielen stellen besser als Train Fever. Jedem, der einmal in die Spiele-Reihe hineinschnuppern möchte, kann auf einen Sale warten und sich erstmal günstig Train Fever kaufen und ausprobieren. Im Grunde genommen steht einem Kauf von Transport Fever doch nichts mehr im Wege, wenn einem dies gefällt.

Die Hintergrund Musik und Sounds vom Spiel klingen gut und erschaffen eine tolle Atmosphäre beim Spielen, während man die Texte des Sprechers für Tutorial & Kampagne durchaus hätte kürzen können. Die Grafik selbst ähnelt sehr Train Fever nur Icons, Menüs und andere Oberflächen wurden deutlich verändert und das zum Guten.

Das Spiel ist eine tolle Aufbau- und Wirtschaftssimulation mit einigen Problemen in der Leistung. Man möchte immer mehr Städte miteinander verbinden und die einzelnen Städte durch neue Logistik-Linien größer wachsen lassen.

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Wertung Transport Fever

Grafik 17 / 20
Leveldesign (Tutorial & Kampagne) 18 / 20
Kampagne 15 / 20
Atmosphäre 13 / 20
Umfang 16 / 20
Gesamt 79 / 100

Was denkt ihr zu Transport Fever? Würdet ihr es kaufen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
Oliver Perkuhn
Ich heiße Oliver, bin derzeit 17 Jahre alt und mache eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei der BMW AG. Ich liebe meinen Beruf, jedoch genieße ich es auch nach der Arbeit ein wenig am Computer zu sitzen und Spiele zu spielen oder hier Artikel zu schreiben.

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