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Looterkings im Test – goblinhaltiger Dungeon-Crawler aus Köln

Looterkings im Test – goblinhaltiger Dungeon-Crawler aus Köln

Heute im Test bei Hardwaregeek.de: Looterkings – ein goblinhaltiger Dungeon Crawler aus dem gleichnamigen Kölner Entwicklerstudio.


Looterkings – dieses Spiel ist eines derjenigen, bei denen man nicht genau weiß, wo man es einordnen soll. Denn es verbindet einen klassischen Dungeon-Crawler mit Elementen aus Rollenspielen und viel, viel Witz. In dem Steam Early Access Titel starten wir in der Rolle eines Goblins, nackt mit lediglich einer zufällig gewählten Waffe, und schnetzeln uns durch unzählige größtenteils zufallsgenerierte Dungeons.

Unser Hauptziel ist hierbei das Sammeln von Gold aus zerstörbaren Behältern sowie Kisten, um sich neue Ausrüstung zu kaufen, damit man stark genug ist, um gegen die immer schwerer werdenden Gegner zu bestehen. Und das ist gar nicht so einfach. Denn Looterkings vergibt keine Fehler. Zumindest nicht im Einzelspielermodus. Denn sollte man Sterben, tja – Pech gehabt, dann ist das Spiel vorbei und man muss von vorne beginnen.

Das ist besonders ärgerlich, wenn man sich denn endlich mal in ein höheres Level durchgeschlagen hat. Normalerweise sollte man aber so weit gar nicht kommen, wenn man alleine ist. Da stirbt man im Regelfall bereits nach 2-4 Räumen, je nachdem welche Gegner einen erwartet.

Looterkings – definitiv ein Co-op Titel

Daran merkt man, das Looterkings eindeutig als Co-op-Spiel gedacht ist. Mit bis zu 3 weiteren Spielern bestreitet man die Horden an Gegnern weitaus einfacher. Und das Beste: Man kann auf befreundete Spieler draufklettern und ihnen ganz nach Koboldmanier das Gold abnehmen, sollte der Spieler betäubt sein. Das wiederum lässt sich mit dem Werfen von Pilzen bewerkstelligen. Diese ist auch eine von zwei Möglichkeiten, verlorene Lebenspunkte wiederherzustellen: Durch das Essen von im Level gewachsenen Pilzen kann man diese auffüllen. Doch Vorsicht: Es gibt auch giftige Pilze. Diese bewirken genau das Gegenteil und führen manchmal auch zum Tod.

Auf der anderen Seite können wir unseren Tod durch das Erreichen des Wutmodus verhindern: Sobald man eine ausreichende Kombo ausgeführt haben, wird man Rot und wandelt ausgeteilten Schaden in Leben um.

So sieht eines der höheren Level aus(Bild: Looterkings)

So sieht eines der höheren Level aus(Bild: Looterkings)

Sollten wir es dann einmal geschafft haben, genügend Gold zu haben, und sollten wir das entsprechende Erfahrungslevel haben, kann man im Shop sich mit Ausrüstung eindecken. Dort gibt es mehrere Kategorien: zum einen Nahkampfwaffen wie Schwerter und Äxte, zum anderen Fernkampfwaffen wie Bögen, Armbrüste und Zauberwaffen. Diese haben unterschiedliche Sekundärfähigkeiten und Mächtige Götterfähigkeiten. So schießt die eine Armbrust eine Salve an Raketen, die andere begnügt sich mit einem schweren Bolzen. Und natürlich darf auch die Rüstung nicht fehlen. Allerdings ist es hier ziemlich schwer an etwas zu kommen, da immer recht große Summen Gold benötigt werden.

Die Götterfähigkeit wiederum kann einen unter anderem für ganz, ganz kurze Zeit unverwundbar machen, oder auch einen helfenden Geist spawnen. Mehr haben wir noch nicht entdecken können. Anzumerken ist, dass jedes der Items über eine liebevoll auf Goblin-Art verfasste Beschreibung verfügt. Zudem findet man überall im Spiel kleine Eastereggs – meistens Anspielungen auf Tolkiens „Der Herr der Ringe“.

(Bild: Henrik Krebs/Hardwaregeek)

(Bild: Henrik Krebs/Hardwaregeek)

Größter Negativpunkt – geringer Inhalt

Sollte man gut ausgerüstet es schaffen, ans Ende eines Levels zu gelangen, betritt man den Fahrstuhl und kommt der Oberfläche, unserem Finalen, aber aktuell noch nicht implementierten Endlevel ein Stückchen näher. Das nachfolgende Level sieht anders aus und man bekommt einen neuen Gegnertypus hinzu. Deren Anzahl allerdings hält sich noch in Grenzen. Es gibt lediglich verschieden bewaffnete Skelette, Elementare, Ratten, Würmer und Käfer. Das allerdings ist noch vertretbar, da es ein Early-Acess Titel ist.

Für genügend Abwechslung zwischen den Kämpfen sorgen übrigens kleinere Jump’n’Run-Leveln. Das Gute daran: Man kann in Ihnen nicht sterben. Denn sonst würde man es niemals weit schaffen, denn Looterkings hat eine sehr, sehr schwammige Steuerung. Damit wären wir auch schon beim technischen Teil angekommen. Nicht fehlen darf dort die Grafik:

Der Dungeoncrawler ist grafisch zwar nichts Herausragendes, aber definitiv nicht schlecht – insgesamt trifft die comicartige Ausführung die Atmosphäre des Spiels sehr gut. Allerdings sehen diese mehr oder weniger gleich aus, auf „Niedrig“ entsteht aber ein minimales Kantenflimmern. Für das gebotene Aussehen, bzw. generell für ein solches Spiel lässt die Performance aber hin und wieder zu wünschen übrig.

Fazit – Looterkings

Pro:

  • Gut gewählter Schwierigkeitsgrad
  • Kurzer, aber guter Soundtrack
  • Viel gut untergebrachter Witz
  • Grafisch in Ordnung

Con:

  • (noch) recht wenig Inhalt
  • Wenige Einstellungsmöglichkeiten
  • Hin und wieder schlechte Performance

Alles in Allem ist Looterkings ein angenehm kniffliger Co-op Dungeon-Crawler, der eine schöne Atmosphäre besitzt, aber leider noch unfertig ist. Für 17,99€ auf Steam ist er aber dennoch zu empfehlen, sollte man das Genre mögen. Zudem dürfte es auch in Steam-Sales reduziert erhältlich sein (z.B. der kommende Winter-Sale).

Danke an Looterkings für die Bereitstellung des Spieles.

Henrik Krebs
Ich bin Henrik und mit 14 Jahren der Jüngste im Team. In meiner Freizeit bastel ich am liebsten an meinem Computer herum, zudem schneide/filme ich sehr gerne Videos!

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